Ob ein Doppelstabmattenzaun langfristig stabil steht, hängt vor allem von der richtigen Befestigung der Pfosten ab. In diesem Ratgeber erklären wir den Unterschied zwischen Einbetonieren und Aufschrauben, wann Pfostenträger verwendet werden und worauf Sie bei Fundament, Untergrund und Befestigung achten sollten.
Die schnelle Entscheidung
Einbetonieren ist die klassische und besonders stabile Montageart für neue Zaunanlagen im Erdreich. Dafür werden Pfosten verwendet, deren Länge zur gewählten Zaunhöhe passt und zusätzlich eine Einbindetiefe zum Einbetonieren berücksichtigt. Aufschrauben ist sinnvoll, wenn bereits ein tragfähiger Betonuntergrund, ein Fundament oder eine Mauerkrone vorhanden ist. Dafür werden passende Pfostenträger verwendet – zum Beispiel mit 150 mm oder 300 mm Höhe.
Welche Montagearten gibt es?
Bei Doppelstabmattenzäunen wird grundsätzlich zwischen zwei Montagearten unterschieden: Pfosten können entweder direkt einbetoniert oder mit einem Pfostenträger auf einem festen Untergrund aufgeschraubt werden. Welche Lösung passt, hängt vom vorhandenen Untergrund, der Zaunhöhe, der Belastung und der gewünschten Montageart ab.
Pfosten einbetonieren
Beim Einbetonieren werden die Zaunpfosten direkt in ein Punktfundament gesetzt. Die Pfosten sind dafür länger als die sichtbare Zaunhöhe, damit ein Teil des Pfostens im Betonfundament eingebunden werden kann.
- Empfohlen für neue Zaunanlagen ohne vorhandenes Fundament
- Sehr stabile Befestigung im Erdreich
- Geeignet für längere Zaunverläufe und höhere Zaunanlagen
- Pfostenlänge muss zur Zaunhöhe und Einbindetiefe passen
- Pfosten müssen lotrecht ausgerichtet und während des Aushärtens fixiert werden
Pfosten aufschrauben
Beim Aufschrauben wird der Zaunpfosten nicht direkt einbetoniert. Stattdessen wird ein Pfostenträger auf einem tragfähigen Untergrund befestigt. Der Pfosten wird anschließend auf den Pfostenträger gesetzt beziehungsweise darüber geführt und befestigt.
- Geeignet für Betonflächen, Fundamente, Mauerkronen und feste Sockel
- Schnelle Montage ohne Erdaushub
- Saubere Lösung bei bereits fertigen Flächen
- Untergrund muss tragfähig, eben und ausreichend stark sein
- Befestigungsmaterial muss passend zum Untergrund gewählt werden
Pfosten zum Einbetonieren: Länge zur Zaunhöhe passend wählen
Bei der Montage zum Einbetonieren ist nicht nur die sichtbare Zaunhöhe entscheidend. Der Pfosten muss zusätzlich tief genug im Fundament sitzen. Deshalb sind Pfosten zum Einbetonieren länger als die eigentliche Zaunhöhe. Bei unseren Produkten ist die Pfostenlänge entsprechend zur gewählten Zaunhöhe ausgelegt.
Einbetonieren im Punktfundament
Beim Einbetonieren wird jeder Pfosten in einem eigenen Fundament gesetzt. Dadurch entsteht eine sehr stabile Verbindung zwischen Zaunpfosten und Untergrund. Diese Montageart eignet sich besonders, wenn noch kein fester Untergrund vorhanden ist.
- Stabile Lösung für Garten, Grundstück und Gewerbeflächen
- Geeignet für normale Zaunverläufe und höhere Zaunanlagen
- Pfosten werden im Fundament ausgerichtet und fixiert
- Fundament muss vor der Mattenmontage ausreichend aushärten
Pfosten sind keine Verlängerung
Die zusätzliche Länge beim Einbetonieren ist keine separate Verlängerung, sondern Teil des passenden Pfostens. Der Pfosten ist so gewählt, dass er zur Zaunhöhe passt und gleichzeitig eine Einbindung im Fundament ermöglicht.
- Zaunhöhe und Pfostenlänge zusammen betrachten
- Einbindetiefe beim Fundament berücksichtigen
- Pfosten nicht mit Pfostenträgern verwechseln
- Vor Montage Zaunverlauf und Pfostenpositionen festlegen
Pfosten aufschrauben: Montage mit Pfostenträger
Wenn ein vorhandener Betonuntergrund, ein Fundament oder eine Mauerkrone genutzt werden soll, kann der Zaunpfosten mit einem Pfostenträger montiert werden. Dabei wird der Pfostenträger auf dem Untergrund befestigt und der Pfosten anschließend auf den Pfostenträger gesetzt.
Pfostenträger mit Fußplatte
Ein Pfostenträger mit Fußplatte wird auf einem festen Untergrund verschraubt. Der Zaunpfosten wird anschließend auf den Träger gesetzt beziehungsweise darüber geführt. Diese Lösung eignet sich für Untergründe, bei denen nicht einbetoniert werden soll oder kann.
- Für Beton, Fundament, Sockel oder Mauerkrone
- Keine Erdarbeiten notwendig
- Geeignet bei bereits fertigen Flächen
- Untergrund muss tragfähig und ausreichend stark sein
Schrauben, Anker oder Gewindestangen
Die Befestigung des Pfostenträgers muss zum Untergrund passen. Je nach Untergrund können geeignete Schrauben, Anker oder eingeklebte Gewindestangen verwendet werden. Entscheidend ist, dass Bohrloch, Befestigungsmittel, Kleber und Untergrund zueinander passen.
- Befestigung passend zum Untergrund wählen
- Bohrlöcher sauber ausführen und reinigen
- Herstellerangaben zu Anker oder Kleber beachten
- Bei unsicherem Untergrund fachlich prüfen lassen
Wichtig beim Aufschrauben: Untergrund und Befestigung prüfen
Beim Aufschrauben trägt der vorhandene Untergrund die gesamte Zaunanlage. Deshalb muss der Untergrund ausreichend tragfähig, eben und stabil sein. Bei Beton oder Mauerwerk können je nach Situation Gewindestangen, geeignete Schraubanker oder Injektionsmörtel verwendet werden. Unsichere, gerissene oder zu schwache Untergründe sind für eine dauerhaft stabile Zaunmontage ungeeignet.
Pfostenträger 150 mm und 300 mm – was ist damit gemeint?
Bei 150 mm und 300 mm geht es nicht um die eigentliche Pfostenlänge und auch nicht um eine Pfostenverlängerung. Gemeint ist die Höhe beziehungsweise Ausführung des Pfostenträgers zum Aufdübeln. Der Pfosten wird auf diesen Träger gesetzt beziehungsweise darüber geführt und anschließend befestigt.
Pfostenträger 150 mm
Der Pfostenträger mit 150 mm ist die kompakte Standardlösung für das Aufschrauben von Zaunpfosten auf einem tragfähigen Untergrund. Er eignet sich, wenn ein stabiler Betonuntergrund oder ein geeignetes Fundament vorhanden ist.
- Kompakte Lösung für feste Untergründe
- Geeignet für viele normale Aufschraub-Montagen
- Für vorhandene Betonflächen, Fundamente oder Mauerkronen
- Nicht als Pfostenverlängerung zu verstehen
Pfostenträger 300 mm
Der Pfostenträger mit 300 mm bietet im Vergleich zur 150-mm-Variante mehr Führung für den Pfosten. Das kann bei höheren Zäunen, stärker belasteten Bereichen oder bei anspruchsvolleren Montagesituationen sinnvoll sein.
- Mehr Führung als bei 150 mm
- Sinnvoll bei höheren oder stärker belasteten Zaunbereichen
- Geeignet, wenn zusätzliche Stabilität gewünscht ist
- Untergrund und Befestigung bleiben entscheidend
Was ist ein Stützwinkel und wofür wird er verwendet?
Ein Stützwinkel dient dazu, einen Pfostenträger beziehungsweise Pfosten zusätzlich zu stabilisieren. Er kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn ein Pfosten aufgeschraubt wird und zusätzliche Sicherheit gegen Kippen oder Verdrehen benötigt wird.
Stützwinkel bei aufgeschraubten Pfosten
Bei aufgeschraubten Pfosten kann ein Stützwinkel helfen, seitliche Kräfte besser aufzunehmen. Das ist besonders bei höheren Zäunen oder stärker beanspruchten Stellen relevant.
- Verbessert die seitliche Abstützung
- Kann das Risiko des Kippens reduzieren
- Sinnvoll bei aufgeschraubten Pfosten
- Untergrund, Schrauben und Montage müssen zueinander passen
Ecken, Endpunkte und Torbereiche
An Toren, Ecken und Zaunenden wirken häufig höhere Kräfte als in einer geraden Zaunlinie. Dort sollte besonders sorgfältig geprüft werden, ob eine zusätzliche Abstützung sinnvoll ist.
- Sinnvoll bei stärker beanspruchten Punkten
- Hilft bei Seitenkräften und Richtungswechseln
- Geeignet für anspruchsvollere Montagesituationen
- Planung vor der Montage empfohlen
Montagearten im Vergleich
Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Einbetonieren, Aufschrauben und der Verwendung von Pfostenträgern.
| Montageart / Bauteil | Geeignet für | Vorteile | Worauf achten? |
|---|---|---|---|
| Pfosten einbetonieren | Neue Zaunanlagen, Erdreich, lange Zaunverläufe, höhere Zäune | Sehr stabil, dauerhaft, klassische Befestigungsart | Fundament, Einbindetiefe, Ausrichtung, Aushärtezeit und Pfostenabstand beachten |
| Pfosten aufschrauben | Betonflächen, Mauerkronen, vorhandene Fundamente oder Sockel | Schnell, sauber, kein Erdaushub notwendig | Untergrund muss tragfähig sein; Befestigung passend wählen |
| Pfostenträger 150 mm | Kompakte Aufschraubmontage auf tragfähigem Untergrund | Standardlösung für viele normale Aufdübel-Montagen | Nicht als Pfostenverlängerung verstehen; Tragfähigkeit des Untergrunds prüfen |
| Pfostenträger 300 mm | Aufschraubmontage mit mehr Führung für den Pfosten | Mehr Führung und Stabilitätsreserve als 150 mm | Untergrund, Zaunhöhe und Belastung berücksichtigen |
| Stützwinkel | Aufgeschraubte Pfosten, Ecken, Endpunkte, stärker belastete Bereiche | Zusätzliche Sicherheit gegen Kippen oder Verdrehen | Position, Schrauben und Untergrund müssen zur Belastung passen |
Grundablauf: Doppelstabmattenzaun montieren
Der genaue Ablauf hängt davon ab, ob die Pfosten einbetoniert oder aufgeschraubt werden. Grundsätzlich sollten Zaunverlauf, Zaunhöhe, Pfostenpositionen, Untergrund und Zubehör vor der Montage sorgfältig geplant werden.
Markieren Sie den Verlauf mit einer Schnur und legen Sie fest, wo Anfang, Ende, Ecken, Tore und Pfosten stehen sollen.
Die Pfosten müssen passend zur Mattenbreite positioniert werden. Prüfen Sie vorab, welche Abstände zu Ihren Zaunelementen passen.
Entscheiden Sie je nach Untergrund, ob die Pfosten einbetoniert oder mit passenden Pfostenträgern aufgeschraubt werden.
Pfosten und Pfostenträger müssen lotrecht, fluchtgerecht und auf der richtigen Höhe ausgerichtet werden.
Nach dem Setzen der Pfosten werden die Doppelstabmatten mit passenden Klemmplatten, Schrauben und Befestigungen montiert.
Prüfen Sie alle Schraubverbindungen, die Ausrichtung, die Höhe und den festen Sitz der Pfosten und Zaunfelder.
Unsere Empfehlung
Wenn Sie einen neuen Zaun auf unbefestigtem Untergrund planen, ist das Einbetonieren der Pfosten in der Regel die stabilste Lösung. Wenn bereits ein tragfähiger Betonuntergrund, eine Mauer oder ein Fundament vorhanden ist, kann das Aufschrauben mit Pfostenträgern sinnvoll sein.
Für die Aufschraubmontage sind Pfostenträger mit 150 mm eine kompakte Standardlösung. Pfostenträger mit 300 mm bieten mehr Führung und können bei höheren oder stärker beanspruchten Zaunbereichen sinnvoll sein. Bei kritischen Stellen wie Ecken, Endpunkten oder aufgeschraubten Pfosten kann zusätzlich ein Stützwinkel helfen.
Merksatz
Einbetonieren ist die stabilste Lösung für neue Zaunanlagen.
Aufschrauben ist sinnvoll, wenn bereits ein tragfähiger Untergrund vorhanden ist.
150 mm und 300 mm beziehen sich hier auf Pfostenträger zum Aufdübeln – nicht auf eine Pfostenverlängerung.
Häufige Fragen zur Montage von Doppelstabmattenzäunen
Ist Einbetonieren besser als Aufschrauben?
Wann kann ich Pfosten aufschrauben?
Was bedeutet 150 mm oder 300 mm bei Pfostenträgern?
Ist ein Pfostenträger eine Verlängerung des Pfostens?
Wann ist ein Pfostenträger mit 300 mm sinnvoll?
Wofür braucht man einen Stützwinkel?
